Aufzeichnungspflichten nach § 28 Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG)

Tag für Tag

Nach § 28 Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) ist der Betreiber eines Prostituiertengewerbes verpflichtet, jeden Tag (§ 28 III ProstSchG) aufzuzeichnen, welche Prostituierte (Vor- und Zuname oder Alias) ihre Dienstleistung den Kunden anbietet und welche Zahlungen von der Prostituierten an dem jeweiligen Tag an den Betreiber erfolgen.

Es ist also quasi ein tägliches „Kassenbuch“ zu führen, erhaltene Beträge sind mit den Personaldaten der Prostituierten zu verbinden, die Beträge sind zu quittieren.

Kontrollen, ob diese Verpflichtung täglich und vollständig eingehalten wird, sind den Behörden zu jeder Zeit möglich.

Es dürfte sinnvoll sein, solche Aufzeichnungen von Beginn an per EDV sauber und nachvollziehbar zu führen, ggf. in Absprache mit einem Steuerberater, damit dieser sogleich diese Daten als Grundlage für die Buchhaltung hernehmen kann.

Die Art und Weise der Aufzeichnung sollte bereits im Betriebskonzept dargelegt werden, das man wiederum ausschließlich mit einem auf diesem Gebiet versierten Rechtsanwalt erstellen und einreichen sollte.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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